Wer ist Alpott?

Tobias Auer


1992 wurde ich in Bozen, Italien geboren.


Tiefe philosophische Daseinsfragen, eine Attraktion gegenüber der fernöstlichen Kultur und die Suche nach Stille,

führten mich in meinen 20ern zu mehreren längeren Solo-Reisen.

Während andere studieren oder arbeiten gingen, musste ich in die Welt hinaus.


Viel Zeit verbrachte ich in der Stille mit mir selbst.
Das Reisen im Außen, wurde abgelöst durch die Reise im Inneren.


Mit der Findung eines tieferen Sinnes im Leben, sehnte ich mich mit Ende 20 nach einer erfüllenden Tätigkeit.


Die Reise in die Keramik


Ton und die Keramik traten in mein Leben als ich 29 Jahre alt war.

Ich war sofort fasziniert von der
Möglichkeit eine Tätigkeit auszuüben, bei der alle Elemente direkt involviert sind.
Mein Bestreben selbstbestimmt zu arbeiten und zugleich einer kreativen und facettenreichen handwerklichen Tätigkeit nachzugehen, kamen hier voll zu tragen.


Überwältigt von der Vielfalt an Möglichkeiten von Designs, der Brände, der Glasuren, deren Rohstoffe und Herstellungsprozesse,
konnte ich mir das erste Mal vorstellen, etwas ein Leben lang machen zu wollen...

Viele Menschen denken dass die Keramikherstellung meditativ sei.
Ich finde das nicht. Auch wenn es manchmal Parallelen gibt.
Wer achtsam ist, wird im Lern- und Herstellungsprozess viel über sich selber lernen.
Zum Beispiel wieviel Geduld man mit sich selber hat, wie hoch das Durchhaltevermögen ist, wie man mit Verlust umgeht, ...

Sich versuchen durch das Töpfern zu zentrieren, zu erden, auszugleichen, kann ein Schuss nach hinten werden.


Wer es aber schafft, mit einem zentrierten und ausgeglichenen Geist an die Töpferscheibe heranzutreten, kann tatsächlich
magische Momente physisch erschaffen.

Bei Keramik handelt es sich wahrlich um

Alchemie

In der Keramik fließen viele Bereiche unseres Lebens auf diesem Planeten zusammen:

Geologie, Physik, Chemie, Mathematik, Botanik, etc.


Ich kann es nicht anders sagen: bei Keramik handelt es sich wahrlich um Alchemie. 

Diese Arbeit mit allen Elementen, dem physischen Körper, in Verbindung mit der Schaffenskraft des eigenen Geistes, faszinierten mich so sehr, dass ich 2021 beschloss, nach Bad Doberan an die Ostsee zu ziehen, um dort im Töpfereibetrieb von Joachim Jung die Fähigkeit des Scheibentöpferns für knappe 3 Jahre nebenberuflich in meiner Freizeit zu erlernen.


Denn mir war schnell klar, dass ich hier im Eigenstudium nur schleppend Fortschritte machen werde und dass so ein Kunsthandwerk am besten direkt in einem Betrieb, von einem Meister seines Faches, erlernt werden kann.

"Lehrjahre sind keine Herrenjahre  ... "

Lehrjahre sind keine Herrenjahre", sagt man..


Das erste Jahr lernte ich Schritt für Schritt die
Grundtechnik einer alt überlieferten und von Joachim Jung verfeinerten Methode, die es erlaubt auch größere Tonmengen ohne großen Kraftaufwand dorthin zu bewegen, wo man sie haben mag.


Zur besseren Vorstellung: Zwei Monate lang durfte ich 3kg Ton nur Zentrieren und Homogenisieren. Kein Loch machen... kein Spielen...


... meine Zeit an der Ostsee war in meinem Kopf begrenzt gesetzt.

"Wer etwas voran bringen will, braucht Übung, Disziplin und Durchhaltevermögen."

Es ging beim Homogenisieren und Zentrieren  darum, ein Gefühl für Ton, Scheibe, Hand, Wasser,

Geschwindigkeit und Fliehkraft  zu entwickeln.


Der Drehprozess ist ein Zusammenspiel von mehreren Faktoren. Ein Prozess den man nur erschwert lernen kann, wenn der Fokus von Anfang an darauf liegt, ein schönes Endgefäß zu zaubern.


Das zweite Jahr war gefüllt mit Abwandlungen der Großdrehtechnick für kleinere Gefäße und Teller.


Drehen, prüfen, zerschlagen. Drehen, prüfen, zerschlagen. Drehen,  ...


Im dritten Jahr stand die Vertiefung des Erlernten mit unterschiedlicher Formgebung auf dem Plan.


DIE MARKE

Alpott(since 2025)
Alpott ist die Zusammenfügung der beiden Wörter "Alps" und "Pottery" - "Alpine Töpferei", sozusagen.


Dies begründet sich durch die physische Lokalisation, aber auch durch lokal verwendete Glasur-Rohstoffe.


Das Logo bringt einen etwas näher zur Person hinter Alpott. Zum einen zeigt es ein Bild, welches in einer Töpferei häufig vorkommt: Die Töpferscheibe mit einem guten Batzen Ton darauf. Zugleich verstecken sich hier auch die Initialen "T" und "A"  für Tobias Auer.

Mehr zu den Glasuren in der Galerie

Fachbuch "Drehen auf der Töpferscheibe"

Von Joachim Jung's reicher Fähigkeit, den Drehprozess in Worte zu fassen, durfte ich nicht nur direkt,  sondern auch im Beisein und in der Mithilfe bei einigen seiner Töpferkursen profitieren.


Über mehrere Jahre erarbeitete er ein Fachbuch, das so in der Töpferwelt noch nicht zu finden war. Sein Wissen und Verständnis über den Drehprozess und weitere damit verbundene Techniken, hat er dadurch in präzisen Wort- und Bildbeschreibungen der Nachwelt hinterlassen.


In meinen Augen ein Muss für jeden, der ernsthaft interessiert ist diesen komplexen Arbeitsprozess annähernd zu begreifen und umzusetzen.

Zum Fachbuch
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